Beissreflexe

Im März 2017 erschien mein zweiter Sammelband: „Beißreflexe. Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten“ im Querverlag. Das Buch wurde in kurzer Zeit in mehreren Auflagen publiziert und ist das bisher erfolgreichste Sachbuch des lesbischwulen Verlags. In 27 Beiträgen widmen sich die Autor_innen queerem Aktivismus, seinen Ansätzen und seiner Theorie. Das Buch streitet um eine emanzipatorische Sexualpolitik und eine progressive Theorie der Geschlechter und der Sexualitäten.

Vorträge zu Beissreflexe

Queerer Aktivismus, Polemik und Identitätspolitik
Vortrag & Diskussion bei der Reihe "Soirée am Dom"
19:30 Uhr
Haus am Dom (Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main)
Programmheft, S. 22
Mit dem Sammelband „Beißreflexe“ wurde im deutschsprachigen Raum erstmals eine umfassende Kritik an queerem Aktivismus vorgelegt, dessen 27 Autor_innen sich in unterschiedlicher Weise für eine sexuelle Emanzipation und gegen autoritären Aktivismus aussprechen. „Beißreflexe“ löste eine breite öffentliche Auseinandersetzung mit Queer und Sexualpolitik aus. An einigen Punkten aber trat das Buch und dessen tatsächlicher Inhalt in den Hintergrund.

Patsy l'Amour laLove greift in ihrem Vortrag die mediale Debatte auf und rückt den Inhalt des Buches wieder in den Mittelpunkt: Queeren Aktivismus und eine emanzipatorische, kritische Sexualpolitik. Sie spürt dem Vorwurf der Polemik nach und stellt zur Diskussion, was polemisches Streiten auszeichnet und wo sich die Polemik in „Beissreflexe“ überhaupt finden lässt. Wie erfolgt eine grundlegende Kritik an der Position, die ein Gegenüber annehmen kann? Kann ein solcher Streit harmonisch geführt werden? Gibt es einen Weg, aus dem bloßen Agieren und der Vorwurfshaltung in der Debatte auszusteigen und auf den Inhalt zurückzukommen?

Die Veranstaltung geht bis 21:30 Uhr.

Reaktionen und Debatten

„Beißreflexe“ löste an unterschiedlichen Schauplätzen heftige Debatten aus, die bis zu Gewaltandrohungen reichten. Bei Vorträgen kamen viele Aktivist_innen auf mich zu und bis heute erreichen mich zahlreiche Nachrichten, die dankbar dafür sind, dass „Beißreflexe“ erschienen ist.

Es sind linke, feministische Aktivist_innen, politisch aktive Lesben und Schwule und Engagierte im Kulturbetrieb. „Beißreflexe“, so die Kernaussage, hat eine Sprachlosigkeit aufgebrochen.

Im November 2017 erschien die vierte und erweiterte Auflage. Mit den AutorInnen Merle Stöver und Alexander Nabert wirft die Neuauflage einen Blick auf queeren Online-Aktivismus.

Lesen

Vor diesem Hintergrund lautet meine Empfehlung: „Beißreflexe“ lesen, diskutieren und selbst ein Urteil bilden!

Presse

Eine kleine Auswahl an Reaktionen:

Eva Müller - www.evamueller.org

Zum Nachhören

Ein Interview mit Jakob Hayner und Caroline A. Sosat, beide AutorInnen in „Beißreflexe“:

Aktuell: Jetzt in der vierten Auflage: Der Sammelband "Beißreflexe", erschienen im Querverlag!

Fotocredits

Dragan Simicevic

Stephanie Kuhnen